situationSituation

Vieles wird benötigt: Kleidung, Bettdecken, Medizin, Spielsachen für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus sauberes Trinkwasser, eine funktionierende Krankenstation und Geld für Blldung. Langfristig: Strukturen, die wirtschaftliche Eigeninitiative ermöglichen. Wenseslaus nimmt zahlreiche Sozial- und Bildungsaufgaben wahr, auch im Zusammenhang mit der dramatischen Entwicklung von AIDS. Kein leichtes Vorhaben! Schließlich geht es um eine Gemeinde ohne Strom, Telefon, Post und ohne Anbindung an ein Verkehrsnetz. Es gibt ein paar kleinere Stromgeneratoren, wegen der hohen Kraftstoffkosten werden diese aber nur selten betrieben. Fällt ein solches Gerät aus, fehlt für die Reparatur in der Regel das Geld. Auch die Installation von Solaranlagen ist nur mit Spenden erschwinglich.

Wir kommunizieren mit Wenseslaus hauptsächlich per E-Mail, per Mobiltelefon oder auch über das Büro des katholischen Bischofs in Dar Es Salaam. Die nächste größere Stadt Ifakara ist ca. 50 km entfernt. Wenseslaus hat dort Zugang zum Internet und zur Post. Mit einem älteren Pickup-Fahrzeug fährt er ab und zu dorthin, meist mit einigen Bewohnern des Dorfes auf der Ladefläche, die in das städtische Hospital müssen. Während der Regenzeit steht die Straße allerdings oft knietief unter Wasser und ist nicht befahrbar. Dann gilt es etliche Kilometer zu Fuß zurückzulegen, um mit einem Lastwagen den Rest des Weges zu schaffen.

Wenseslaus selbst ist ein netter, differenzierter und kluger Mann. Nach seiner Ausbildung zum Pfarrer hat er zusätzlich ein betriebswirtschaftliches Studium absolviert. Er hat sich weit weg von den komfortableren Städten in eine abgelegene Region begeben. Seine heitere, aber verbindliche Art kam bei uns sehr gut an.