4 Brunnen sind schon in Betrieb!
26.05.2010 15:56 von Eckart Adam
Der Brunnen-Bau kommt gut voran! Pfarrer Wenseslaus Kayera hat inzwischen eine zuverlässige und günstige Firma gefunden, die zwei Brunnen bei der Schule und zwei an einer landwirtschaftlichen Außenstelle der Pfarrei errichtet hat. Die Außenstelle besteht aus drei Dörfern mit insgesamt ca. 3000 Einwohnern (Ihenga, Magongola, Mikochini) und wird hauptsächlich von Mitgliedern des Massai- und des Sukumastammes bewirtschaftet. Ein weiterer Brunnen wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Mofu selbst installiert hat. Letzterer wird zusätzlich von einigen Nachbarn des Ortes genutzt. Das errichten von mehreren Brunnen war möglich geworden, da die von Wenseslaus beauftragte Firma subventioniert wird, mit dem Ziel, den Brunnenbau auch in ärmeren Regionen des Landes erschwinglich zu machen. So waren die Spenden, die Wenseslaus erhalten hat ausreichend für mehrere, anstatt wie ursprünglich kalkuliert für nur einen Brunnen. Außerdem wurden die Brunnen wesentlich tiefer geschlagen als geplant, knapp 20 Meter tief, so dass sie auch während der Trockenzeit Wasser liefern können. Die installierte Technik funktioniert nicht mit Strom, sondern mit einfachen, aber robusten Seilwinden. Wenseslaus hat damit einmal mehr gezeigt, dass er wirtschaftlich denkt und die Spenden sehr effektiv zum Einsatz bringt.
Weitere Projekte
Laut Wenseslaus gibt es jedoch noch viele andere Stellen, an denen dringend sauberes Wasser benötigt wird. Des weiteren gibt es in den drei oben erwähnten Dörfern für Gottesdienste und andere Treffen nur eine Art Hütte, die sich in einem äußerst schlechten Zustand befindet und während der Regenzeit mehr oder weniger unter Wasser steht. Wenseslaus hat deshalb mit der Gemeinde beschlossen, den Bau einer Kirche voranzubringen. Zu diesem Zweck wurden von den Einwohnern schon ca. 15.000 Backsteine selbst hergestellt und gebrannt. Auch das Fundament wurde schon mit einfachen Mitteln errichtet. Im August, nach der Regenzeit, soll es mit dem Bau der Mauern weiter gehen. Da die Bevölkerung der Außenstelle ausschließlich aus armen Menschen besteht, werden für das Fertigstellen der Kirche noch umgerechnet 1.600 Euro benötigt.