Mai 2010

Verstärkung aus der Schweiz

28.05.2010 14:47 von Eckart Adam

Vor einiger Zeit hat sich über die Internetseite „adam-medien.de/tansania“ ein Lehrer aus Rothenburg in der Schweiz gemeldet. Anderas Schneider hat innerhalb weniger Monate mit Unterstützung seiner Schule und der Gemeinde ebenfalls Spenden gesammelt und diese nach Mofu transferiert. Unter anderem wurde an seiner Schule ein so genannter Sponsorenlauf veranstaltet, bei dem die Schüler mit jeder Runde einer zuvor abgesteckten Strecke, einen festen Spendenbetrag ihrer Eltern erlaufen. In absehbarer Zeit will er auch eine Hilfslieferung mit Kleidern und Spielsachen auf den Weg bringen. Er hat dazu detaillierte Informationen von uns erhalten, welche Dokumente benötigt werden und was insgesamt beachtet werden muss, damit die Lieferung sicher ihr Ziel erreicht. Bei unserer eigenen Lieferung hat dies in der Vergangenheit mit der professionellen Hilfe der Spedition ABX reibungslos funktioniert. Andreas Schneider wird im Juli diesen Jahres mit einem seiner Söhne nach Tansania reisen und dabei zum zweiten Mal auch Mofu besuchen. Er hat vor, sich dort selbst ein Bild über die aktuelle Lage zu verschaffen und die Situation mit Film- und Fotokamera zu dokumentieren. Wir werden ihn anschließend bei der Aufbereitung des Materials unterstützen und hoffentlich bis im Herbst einen Film produzieren, der dann auch auf unserer Internetseite veröffentlicht werden soll. Darüber hinaus wollen wir versuchen, einenVortrag mit Herrn Schneider hier vor Ort zu organisieren.

4 Brunnen sind schon in Betrieb!

26.05.2010 15:56 von Eckart Adam

Brunnen mit Seilwinde
Insgesamt sind schon 4 Brunnen in Betrieb

Der Brunnen-Bau kommt gut voran! Pfarrer Wenseslaus Kayera hat inzwischen eine zuverlässige und günstige Firma gefunden, die zwei Brunnen bei der Schule und zwei an einer landwirtschaftlichen Außenstelle der Pfarrei errichtet hat. Die Außenstelle besteht aus drei Dörfern mit insgesamt ca. 3000 Einwohnern (Ihenga, Magongola, Mikochini) und wird hauptsächlich von Mitgliedern des Massai- und des Sukumastammes bewirtschaftet. Ein weiterer Brunnen wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Mofu selbst installiert hat. Letzterer wird zusätzlich von einigen Nachbarn des Ortes genutzt. Das errichten von mehreren Brunnen war möglich geworden, da die von Wenseslaus beauftragte Firma subventioniert wird, mit dem Ziel, den Brunnenbau auch in ärmeren Regionen des Landes erschwinglich zu machen. So waren die Spenden, die Wenseslaus erhalten hat ausreichend für mehrere, anstatt wie ursprünglich kalkuliert für nur einen Brunnen. Außerdem wurden die Brunnen wesentlich tiefer geschlagen als geplant, knapp 20 Meter tief, so dass sie auch während der Trockenzeit Wasser liefern können. Die installierte Technik funktioniert nicht mit Strom, sondern mit einfachen, aber robusten Seilwinden. Wenseslaus hat damit einmal mehr gezeigt, dass er wirtschaftlich denkt und die Spenden sehr effektiv zum Einsatz bringt.

Weitere Projekte
Laut Wenseslaus gibt es jedoch noch viele andere Stellen, an denen dringend sauberes Wasser benötigt wird. Des weiteren gibt es in den drei oben erwähnten Dörfern für Gottesdienste und andere Treffen nur eine Art Hütte, die sich in einem äußerst schlechten Zustand befindet und während der Regenzeit mehr oder weniger unter Wasser steht. Wenseslaus hat deshalb mit der Gemeinde beschlossen, den Bau einer Kirche voranzubringen. Zu diesem Zweck wurden von den Einwohnern schon ca. 15.000 Backsteine selbst hergestellt und gebrannt. Auch das Fundament wurde schon mit einfachen Mitteln errichtet. Im August, nach der Regenzeit, soll es mit dem Bau der Mauern weiter gehen. Da die Bevölkerung der Außenstelle ausschließlich aus armen Menschen besteht, werden für das Fertigstellen der Kirche noch umgerechnet 1.600 Euro benötigt.